Was ist wichtig beim Lernen der zweiten Sprache?

Wie reden wir mit den Kindern?

Motivation beim Lernen der zweiten Sprache Ich bin stolz auf dich

  • Ich bin stolz auf dich.
  • Das ist eine Verbesserung.
  • Ich wusste, dass du es schaffst.
  • Du bist jetzt auf dem richtigen Weg.
  • Das ist sehr gut geworden.
  • Du kommst gut voran.
  • Jetzt hast du es erfasst. 

Die Rolle des aktiven Zuhörens beim Sprachen lernen

„Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war: Zuhören.

Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig.

Momo konnte so zuhören, dass dummen Leuten plötzlich sehr gescheite Gedanken kamen. Nicht etwa, weil sie etwas sagte oder fragte, was den anderen auf solche Gedanken bracht, nein, sie saß nur da und hörte einfach zu, mit aller Aufmerksamkeit und aller Anteilnahme. Dabei schaute sie den anderen mit ihren großen dunklen Augen an, und der Betreffende fühlte, wie ihm auf einmal Gedanken auftauchten, von denen er nie gedacht hatte, dass sie in ihm steckten.

Sie konnte so zuhören, dass ratlose oder unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten. Oder dass Schüchterne sich plötzlich frei und mutig fühlten. Oder dass Unglückliche und Bedrückte zuversichtlich und froh wurden. Und wenn jemand meinte, sein Leben sei ganz verfehlt und bedeutungslos und er selbst nur einer unter Millionen, einer auf den es überhaupt nicht ankommt und der ebenso schnell ersetzt werden kann wie ein kaputter Topf – und er ging hin und erzählte das alles der kleinen Momo, dann wurde ihm noch während er redete, auf geheimnisvolle Weise klar, dass er sich gründlich irrte, dass es ihn, genauso wie er war, unter allen Menschen nur ein einziges Mal gab und dass er deshalb auf seine besondere Weise für die Welt wichtig war.

So konnte Momo zuhören!“

Aus: Michael Ende: Momo Ó1973 by Thienemann Verlag (Thienemann Verlag GmbH), Stuttgart - Wien

Grammatik - ja, aber warum so früh?

Zwei Beispiele für Sie als Antwort.

a) Gebrauch der Artikel

Nicht in allen Sprachen gibt es, wie in der deutschen Sprache, 3 Artikel (der, die, das). Einige Sprachen kommen beispielsweise mit einem einzigen Artikel aus und manche, wie die türkische Sprache, sogar ganz ohne. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass M. den ihm in seiner Muttersprache bekannten Sprachgebrauch OHNE Artikel in die deutsche Sprache überträgt und Sätze bildet wie: „Das ist Hand und mit Hand kann man klatschen.”

Nach Einführung der 3 Artikel im Zusammenhang mit farblicher Kennzeichnung (der-rot, die-blau, das-gelb) und verschiedenen Zuordnungsübungen gelingt es M. nach 3 Monaten innerhalb der Übungssequenzen den richtigen Artikel zu gebrauchen. Einige Zeit später zeichnet sich ab, dass er nun auch in seiner Spontansprache versucht, artikel zu verwenden. Durch sprachliches Begleiten beim Spiel und korrektives Feedback seitens der Gruppenleitungen wird weiter geübt, nicht nur irgendeinen der 3 Artikel, sondern den richtigen in der Spontansprache zu gebrauchen. So gewinnen die Kinder immer mehr Sicherheit beim Bilden korrekter Sätze.

b) Phonetik

In unsere Deutschwerkstatt kommt ein kleines Mädchen. K., sie spricht kein R. Fast jeder Satz hört sich für Ihre Spielkameraden Lustig an. Zum Beispiel: „Wenn Ludi mit dem Loller lollt” dann erntet sie Lacher.

Deswegen üben wir mit allen Kindern gurgeln. Jeder hat einen Becher wasser und in der Mitte steht eine große Schussel. Nun wird gegurgelt was das Zeug hält. Mit viel Spaß wird das Wasser in die Schüssel gespuckt. Nach drei Wochen spricht K. nur noch selten ein L statt einem R. Sie hat auch zu Hause beim Zähne putzen geübt, berichtet sie stolz.

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